Budapest Forstwirtschaft  AG

 

Der Vorgänger der  Budapest Forstwirtschaft Geschlossene AG wurde im Jahre 1965 vom Verteidigungsminister gründet und war unter der Bezeichnung Budapester Forst-, Jagd- und Landwirtschaft des Verteidigungsministeriums bekannt. Zielstellung des gegründeten Unternehmens war es, die Interessen der Landesverteidigung mit den Erwartungen von Forstwirtschaft und Jagdwirtschaft in Einklang zu bringen. Die Forst- und Jagdwirtschaft sollte wirtschaftlich und fachlich auf hohem Niveau und unter weitgehender Berücksichtigung der Ziele der Landesverteidigung neben der Befriedigung der Bedürfnisse der Ungarischen Landesverteidigung verwirklicht werden.

 

Die  Budapest Forstwirtschaft Geschlossene AG bewirtschaftet nahezu 37.400 Hektar, die zum großen Teil hauptsächlich als Übungsgebiete der Ungarischen Armee und als Schießplatz benutzt werden.

 

Ein Großteil dieser Fläche – ca. 32.000 Hektar – sind Wirtschaftswälder. Die Baumbestände sind in Regionen mit unterschiedlichen Gegebenheiten zu finden und sind deshalb auch in ihrem Zustand und ihrer Qualität sehr unterschiedlich. Die militärischen Einsätze erfolgen allgemein in Gebieten mit schwachen Gegebenheiten, und in diesen ist auch die Holzproduktion der Wälder allgemein gering.

 

Die Wirtschaftswälder sind also hinsichtlich der Zusammensetzung an Baumarten sehr verschieden. Die auf dem trockenem Sandboden der Tiefebene stehenden Akazien sind ebenso anzutreffen wie die in Berggegenden wachsenden Buchen. Am häufigsten ist jedoch die auf trockenen Böden stehende Zerreiche und die Berglandeiche, die nur eine geringe Qualität hat.  

 

Die insgesamt vorhandenen Lebendbaumvorräte in den Waldgebieten der Aktiengesellschaft übersteigen 4,2 Millionen Kubikmeter. Das durchschnittliche Holzvolumen pro Hektar beträgt 159 m3, was etwas unter dem Landesdurchschnitt liegt.

 

Wegen der Nutzung zur Landesverteidigung sind diese Waldgebiete im nördlichen Teil des Landes verstreut. Die mit der Bewirtschaftung bzw. Verwaltung der Gebiete einhergehenden Aufgaben erfolgt durch einen zentralen Forstwirtschaftsbetrieb in Budapest am Sitz der Aktiengesellschaft. Dieser zentrale Forstwirtschaftsbetrieb verwaltet die kleineren, verstreut liegenden Waldgebiete. Für die Verwaltung der 5 größeren Waldgebiete in der Provinz sind dagegen 5 Fortwirtschaftsdirektionen zuständig.